Individuelle Therapie bei Sprach-, Sprech-, Artikulations- und Stimmstörungen – mit langjähriger Erfahrung und musikalisch unterstützten Therapieansätzen.
Sprachtherapie-Praxis Mathias Goedecke Bahnhofstraße 37 C · 31698 Lindhorst Alle Kassen
Sprachtherapie für Kinder und Erwachsene
Meine therapeutischen Schwerpunkte
Im Mittelpunkt meiner Praxis steht die individuelle Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schlucktherapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Diagnostik, Übungen und Therapieziele orientieren sich an den jeweiligen Bedürfnissen und Möglichkeiten.
Sprachentwicklungsstörungen und -verzögerungen
Ich behandle Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen und Sprachentwicklungsverzögerungen, etwa bei Schwierigkeiten mit Wortschatz, Satzbau, Grammatik und Aussprache. Die Therapie orientiert sich am Entwicklungsstand des Kindes und wird spielerisch gestaltet.
Aussprache und myofunktionelle Störungen
Bei Aussprachestörungen arbeite ich unter anderem nach Van Riper und mit der P.O.P.T. nach Fox-Boyer. Auch Kinder mit Gaumenspalte oder Lippen-Kiefer-Gaumenspalte begleite ich bei Schwierigkeiten mit Artikulation und Atemführung. Bei Auffälligkeiten der Zungenruhelage oder des Schluckmusters fließen Elemente der myofunktionellen Therapie nach Anita Kittel ein.
Stottern und Mutismus
Ich begleite Kinder und Erwachsene mit Stottern oder Mutismus. Rhythmus, Melodie und vertraute Lieder können dabei ergänzend helfen, neue Zugänge zur Stimme, zum Redefluss und zur Kommunikation zu finden.
Auditive Verarbeitung und Wahrnehmung
Bei Schwierigkeiten mit dem Hören und Unterscheiden von Sprachlauten nutze ich gezielte Hör- und Wahrnehmungsübungen, bei Bedarf auch mit rhythmischen Elementen.
Stimmtherapie
Ich behandle funktionelle Stimmstörungen, darunter die hyperfunktionelle Dysphonie – auch bei Lehrkräften, Pastoren und anderen Menschen in Sprechberufen. Im Mittelpunkt stehen ein ökonomischer, belastbarer Stimmeinsatz und das Zusammenspiel von Körper, Atmung und Stimme.
Sprachstörungen nach Schlaganfall
Bei neurologisch bedingten Sprachstörungen wie Aphasie unterstütze ich Erwachsene dabei, Sprachverständnis, Ausdruck und Kommunikation im Alltag zu verbessern.
Schluckstörungen (Dysphagie)
Ich behandle auch Schluckstörungen, beispielsweise nach einem Schlaganfall. Die Therapie orientiert sich am individuellen Befund und erfolgt auf ärztliche Verordnung.
Musik als Bestandteil meiner therapeutischen Arbeit
Musik ist ein fester Bestandteil meiner Arbeit mit Atmung, Stimme und Sprache. Kinder und Erwachsene können Lieder mitbringen, die sie selbst mögen – vom Kinderlied über Schlager, Pop und Jazz bis zur klassischen Musik. Ich begleite sie am Klavier und arbeite mit ihnen an den ausgewählten Stücken.
Ein vertrautes Lied bietet durch Text, Rhythmus und Melodie ein wiederkehrendes Muster. Das kann helfen, Atmung, Stimme und sprachlichen Ausdruck zu koordinieren – etwa in der Stimmtherapie oder ergänzend bei Stottern und Mutismus.
Entscheidend ist für mich, die Menschen mit ihrer eigenen Musik dort abzuholen, wo sie stehen.
Meine Ausbildung nach Schlaffhorst-Andersen prägt meine Arbeit: Körper, Bewegung, Atmung und Stimme betrachte ich im Zusammenhang. Die Therapie richtet sich nach dem individuellen Befund und erfolgt auf ärztliche Verordnung.
Einblicke
Die Praxis
Meine Praxis befindet sich im Erdgeschoss und ist auch über eine Rollstuhlrampe zu erreichen.
Hier erhalten Sie Einblicke in meine therapeutische Arbeit und die Räumlichkeiten der Praxis.
Der Therapieraum
Therapieraum mit Klavier …
… und originalen Beckedorfer Schulmöbeln
Schulmöbel aus Beckedorf
Die Tische und Stühle stammen aus der ehemaligen Grundschule Beckedorf, an der ich selbst einmal Schüler war. Sogar manche Kaugummis unter den Tischplatten scheinen noch aus den Jahren 1977/78 zu stammen.
Der Wartebereich
Zwei Perspektiven auf den Wartebereich mit dem Hochsekretär meiner Großmutter.
Wartezimmer – Sitzbereich
Wartezimmer – mit Hochsekretär
Die Geschichte des Hochsekretärs und der Trachtenpuppen lesen
Der rund 120 Jahre alte Hochsekretär stammt aus dem benachbarten Riepen und ist ein Erbstück meiner Großmutter. Hinter den Glasscheiben befinden sich von ihr selbst gehäkelte traditionelle Handarbeiten.
Im oberen Schrankfach befindet sich außerdem ein Beckedorfer Trachtenpaar in Puppenform. Die beiden Trachtenpuppen wurden um 1975 von einer älteren Trachtenträgerin aus Beckedorf in wochenlanger, sorgfältiger Handarbeit gefertigt. Auf Wunsch zeige ich sie gern auch aus der Nähe.
Musikalische Arbeit
Chorleitung & eigene Arrangements
Für den Chor „Kreuz und Quer“, den ich 1995 ins Leben gerufen habe und seitdem dirigiere, schreibe und bearbeite ich viele Arrangements selbst – abgestimmt auf die Stimmen und die konkrete Besetzung. Besonders häufig entstehen durch einen geteilten Sopran fünfstimmige Chorsätze. Darüber hinaus schreibe ich auch Instrumentalsätze, etwa für zwei Flöten und eine Violine.
Seit 2003 bin ich als Stimmbildner der Musical-Klassen am Gymnasium Stolzenau tätig. In dieser Zeit haben wir rund 20 Musicals auf die Bühne gebracht.
Neben der Stimmbildung übernehme ich auch die Korrepetition: Ich begleite den Chor am Klavier und unterstütze die musikalische Einstudierung der Stücke.
Einblicke in diese langjährige Arbeit geben die drei Plakate zu Leben im All, Jona und Ausgetickt?.
Die Plakate antippen, um sie einzeln zu vergrößern.
Musikalische Ausbildung und prägende Begegnungen
Im Rahmen meines Lehramtsstudiums hatte ich acht Semester Kirchenorgel als Hauptfach bei KMD Traugott Timme und absolvierte parallel die kirchenmusikalische C-Ausbildung.
Meine Examensarbeit „Romantischer Orgelbau in Deutschland“ entstand 1995 im Rahmen meines Lehramtsstudiums bei Professor Dr. Heinheide in Osnabrück.
Besonders geprägt hat mich anschließend die Ausbildung in der Atem-, Stimm- und Sprechlehre nach Schlaffhorst-Andersen. Eine wichtige Rolle spielten dabei die persönlichen Begegnungen mit Waltraud Seyd und Elisabeth Göbel.
Waltraud Seyd und Elisabeth Göbel (1998)
1998 hatte ich während meiner Ausbildung die Gelegenheit, bei Waltraud Seyd und Elisabeth Göbel die Tradition der Atem-, Stimm- und Sprechlehre nach Schlaffhorst-Andersen unmittelbar kennenzulernen. Beide waren direkte Schülerinnen von Clara Schlaffhorst und Hedwig Andersen.
Waltraud Seyd vermittelte mir insbesondere das Schwingen, eine Regenerationstechnik dieser Methode, während ich bei Elisabeth Göbel Gesangsunterricht erhielt. Sie begleitete mich dabei auf einem historischen Ibach-Klavier, das eigens für die Familie angefertigt worden war. Zu diesem kunstvoll gearbeiteten Instrument gehörte auch ein passender Schrank aus Mahagoniholz.
Mit der Geschichte der Klavierbauerfamilie Ibach war Waltraud Seyd auch persönlich verbunden. Ihr Großvater war der Klavierbauer Moritz Walter Ibach, an den sie sich noch persönlich erinnerte. Er war mit dem Komponisten Max Reger eng befreundet, der in der Familie Ibach ein und aus ging.
Da ich mich während meines Studiums und meiner Examensarbeit über den romantischen Orgelbau in Deutschland auch mit den Werken Max Regers beschäftigt und einige seiner leichteren Orgelkompositionen selbst gespielt hatte, war diese Erzählung für mich besonders interessant. Lebhaft in Erinnerung geblieben ist mir ihre Erzählung aus Kindertagen an das verqualmte Musikzimmer, in dem ihr Großvater und Max Reger gemeinsam musizierten, diskutierten und unentwegt Zigarre rauchten.
Die persönliche Begegnung mit Waltraud Seyd und Elisabeth Göbel und die unmittelbare Weitergabe dieser Lehrtradition prägen meine therapeutische Arbeit bis heute.
Die historische Partitur von Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ trägt eine persönliche Widmung von Hedwig Andersen an Elisabeth Göbel. Andersen verband ihre Worte mit dem Ausspruch: „Ernst ist das Leben! Und heiter zu sein, eine Kunst.“ Es handelt sich um eine Abwandlung des bekannten Schiller-Zitats aus dem Prolog zu Wallenstein (1798): „Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst.“
Auch die handschriftliche Ortsangabe „Hustedt“ aus dem Jahr 1938 hat einen geschichtlichen Hintergrund: In Hustedt bei Celle, in der Südheide, befand sich von 1926 bis 1942 die Schule für Atem- und Gesangskunst von Clara Schlaffhorst und Hedwig Andersen.
Am 23. Dezember 1998 erhielt ich die Partitur von Elisabeth Göbel und Waltraud Seyd mit einer weiteren persönlichen Widmung. Die beiden Eintragungen machen die Weitergabe der Schlaffhorst-Andersen-Tradition über drei Generationen auf besondere Weise sichtbar.
Persönlich & fachlich
Über mich
Seit 2003 arbeite ich selbstständig als staatlich geprüfter Atem-, Sprech- und Stimmlehrer nach Schlaffhorst-Andersen. Meine Arbeitsweise verbindet die therapeutische Arbeit an Sprache, Sprechen, Atmung und Stimme mit Rhythmus und musikalischen Elementen.